Montage
Balkonkraftwerke eignen sich für jeden Haushalt. Andere Begriffe sind Mini-PV-Anlagen oder Steckerfertige Solargeräte. Die Anlage kannst du selbst auch als Laie montieren. Zur Installation nutzt du idealerweise eine Außensteckdose. Falls diese nicht vorhanden ist, kann ich gern eine solche installieren. Alternativ ist die Verlegung des Anschlusskabels von draußen nach drinnen möglich – entweder durch die Dachdämmung hindurch oder durch eine Außenwand.
Soll ich die Montage für dich übernehmen, sag mir gern Bescheid.
Eigenen Strom richtig nutzen
Sobald die Installation der PV-Anlage abgeschlossen ist, beginnt die Stromproduktion. Du leistest einen Beitrag zum Umweltschutz. Ab sofort nutzt du deinen selbst produzierten Strom. Jede Kilowattstunde (kWh), die die PV-Anlage erzeugt und du selbst verbrauchst, brauchst du nicht von deinem Stromanbieter kaufen. Deshalb nutzt du im Idealfall deine Geräte, während die Sonne scheint: Waschmaschine, Geschirrspüler, Handyladen, etc.. Eine kurze Umgewöhnungszeit hilft dir also beim Stromkosten sparen und macht Freude.
Jede Kilowattstunde, die du nicht selbst verbrauchst, wird in das Stromnetz kostenlos eingespeist.
Ideale Ausrichtung der PV-Anlage
Damit Du möglichst effektiv deine neue PV-Anlage nutzen kannst, solltest du die Module bestmöglich ausgerichtet montieren. Für eine gleichmäßige Stromproduktion über den Tag verteilt montierst du die PV-Module am besten flach (10° Aufstellwinkel) und jeweils ein Modul Richtung Osten und Westen. Hast du einen Balkon oder eine Wand zur Verfügung, solltest du die Module möglichst angestellt anstatt senkrecht hängend installieren. Das passende Montagematerial bekommst du bei mir.
Hier noch eine Tabelle mit Angabe der prozentualen Erträge bei verschiedenen Ausrichtungen und Dachneigungen.

Berechnung des Ertrags
Für die Berechnung des Ertrags sind verschiedene Faktoren relevant, wie z.B. das eigene Nutzungsverhalten und die Ausrichtung der Module. Auf der folgenden Seite findest du einen Solar-Rechner. Mit diesem kannst du ein Gefühl für die ideale Ausrichtung der Module bekommen. Zusätzlich erhältst du eine Abschätzung, wie viele Kilowattstunden deine Mini-PV-Anlage produzieren wird und wie viel kWh du davon selbst verbrauchen wirst.
Stecker-Solar-Simulator von Volker Quaschning:
Wirtschaftlichkeit
Die Strompreise für eine Kilowattstunde sind in den letzten 12 Monaten stark gestiegen und liegen aktuell zwischen 40 und 70 Cent/kWh (Stand Dez. 2022). Damit rechnet sich die Mini-PV-Anlage innerhalb von 4 bis 9 Jahren. Genaue Werte für deine PV-Anlage liefert der Stecker-Solar-Simulator von Volker Quaschning (s. oberhalb).
Einsparung CO2-Emissionen
Die CO2-Emissionen im deutschen Strommix betrugen im Jahr 2021 ca. 420 Gramm CO2 pro kWh (UBA, 2021). Eine Mini-PV-Anlage mit 750 kWp und einer Ausrichtung von 10° Ost-West erzeugt im Jahr ca. 650 kWh. Für Produktion und Entsorgung liegen die CO2-Emissionen dieser PV-Anlage bei einer Nutzungsdauer von 20 Jahren bei ca. 50 Gramm CO2 pro kWh. Mit dem Betrieb dieser eigenen PV-Anlage sparst du demnach 240 kg CO2 pro Jahr ein.
Rechtliches
Vermierter*in:
Vor der Montage solltest du unbedingt deinen Vermieter bzw. deine Vermieterin fragen. Ist die Montage an deinem Balkon geplant, ist dies rechtlich jederzeit möglich, weil der Balkon Teil deiner Wohnung ist.
Soll die Montage allerdings auf dem Dach oder an der Fassade erfolgen, brauchst du die schriftliche Zustimmung der vermietenden Person.
Anmeldung beim Netzbetreiber:
Die installierte Mini-PV-Anlage ist beim Netzbetreiber anmeldepflichtig. Solange die installierte Wechselrichter Leistung maximal 600 Watt beträgt, darf hinter jedem Stromzähler eine Mini-PV-Anlage installiert werden. Der Netzbetreiber darf hier keinerlei Einwände bringen. Trotzdem muss er über die Installation informiert werden. Entsprechende Formulare findest du bei jedem Netzbetreiber.
Bei dieser Anmeldung kann ich dich gerne unterstützen.
Eintragung ins Marktstammdatenregister (MaStR):
Zusätzlich zur Anmeldung beim Netzbetreiber ist jede Stromerzeugungs-anlage auch im Marktstammdatenregister einzutragen. Über diesen Link zum MaStR kannst du die Eintragung übernehmen.
Auch bei dieser Eintragung kann ich dich gern unterstützen.
Info zum Stromzähler
Viele ältere Elektroinstallationen arbeiten noch mit dem mechanischen Ferraris-Zähler. Das sind die schwarzen Kästen mit der sich drehenden Scheibe. Oft können sich diese Zähler in beide Richtungen drehen. Falls deine PV-Anlage mehr Strom erzeugt als du selbst verbrauchst, würde der überschüssige Strom eingespeist werden und der Zähler würde sich dann rückwärts drehen. Das ist allerdings unzulässig.
Fall du einen solchen Ferraris-Zähler verbaut hast, wird der Netzbetreiber nach deiner Anmeldung den Stromzähler wechseln wollen. Wichtig hierbei ist, dass dir dadurch keine zusätzlichen Kosten entstehen dürfen. Den Kosten, die dir evtl. vom Netzbetreiber für das Zählerwechseln in Rechnung gestellt werden, solltest du deshalb schon bei der Anmeldung widersprechen.
Noch mehr Details?
Für noch mehr Details schau dir gern noch den Beitrag von Til Stricker im re4Europe-Netzwerk an: Hier der Link dorthin.
Noch Fragen?
Wenn du jetzt noch Fragen hast, dann schreibe gern einen Kommentar oder kontaktiere mich per Mail bzw. Telefon –> Kontakt






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